Partnerseiten

Sonntag, 22. Februar 2015

Wenn die Zander mal nicht wollen.....

.....weichen wir halt mal auf Dickbarsche aus! :-)

Nee, ohne Mist - den Zandern gilt in der kalten Jahreszeit mein Hauptaugenmerk. Beim Spinnfischen lässt das prägnante "Tock!" einfach mein Herz aufgehen.

In den letzten Wochen war es hier an der Mosel aber wirklich schwer ein großes Glasausge ans Band zu bekommen. Nicht nur Maurice und ich jammerten rum, auch unsere Angelfreunde flussauf- und abwärts taten sich schwer.



Ständig wechselnde Pegelstände, ein dauernd variierender Luftdruck - das mögen die Zander-Zicken überhaupt nicht.

Da dauernd abzuschneidern nun nicht wirklich Spaß macht sagten wir uns: "Zandertackle bleibt daheim - Barschtackle mit ans Wasser und gezielt den Bass-Moppeln zuleibe gerückt!".

Herrlich, die Farben der Barsche bei Klarwasser.


Solche wollen wir! Ich liebe kapitale Barsche!
 Im Gegensatz zum Zander, dem ein etwas dickeres Vorfach, Hauptschnur und gröbere Einhänger, insbesondere bei trüberem Wasser relativ wenig juckt, sind Barsch da um einiges vorsichtiger. Der Köder wird schon genau inspiziert bevor er attackiert wird. Aktuell haben wir sehr klares Wasser an der Mosel, was diesen Umstand nicht zu unseren Gunsten beeinflusst.

Bämm!

46cm... ein toller Fisch!
Daher fischen Maurice und ich, wenn es gezielt auf Winterbarsche geht, wirklich mit sehr feinem Gerät. Eine 0.12er WFT Gliss, mit 15lbs Fluorocarbonvorfach und kleinem Einhänger an meiner Penzill mit 2000er Rolle ist meine Wahl um die Moppel an den Haken zu locken.

Kräftigeres Tackle ist zum gezielten Barschangeln nicht sinnvoll. Im Gegenteil! Es gibt mehr Aussteiger im Drill und die sensible Köderführung geht flöten.

Mit abgestimmtem Tackle zum Erfolg....
Köder, die die natürliche Beute imitieren, catchen!
Ich fische am liebsten mit Ködern, die die natürliche Nahrung am besten imitieren. Also alles was nach ner Grundel oder einem Flusskrebs aussieht, verspricht Erfolg.
Dickbarsch auf Keitech Flapster - klasse Krebsimitat
Wer genau hinsieht, erkennt auch im Winter die Spots, an denen sich Futterfische tummeln. Dort muss der Köder ins Wasser!


Uns gelang es die Standorte der Barsche zu finden und wir wurden neben vielen kleineren Fischen auch mit einigen wirklichen Traumfischen belohnt.



Also - es gilt generell, sich nicht auf eine Fischart zu versteifen. Wenn die Zander nicht wollen, weicht ruhig mal auf Barsch aus. Ein gezielter Versuch kann den Fang eines Traumfisches bedeuten.

JAN